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    LonelyWolfs Moon
 

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Donnerstag, 01. Juli 2010

Kurzgeschichte 2- Fortsetzung 2
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 01:04

Allein

Kapitel 2 - Emphase
 

Marth lief durch die leeren Hallen im Obergeschoss des Kadewe. Die Feinschmeckerabteilung sah aus, als ob dort jahrelang niemand mehr aufgeräumt hatte. Prüfend ging er an jedem Regal vorbei und pickte alles heraus was seiner Meinung nach irgendwie essbar war oder von Nutzem sein könnte. Durch die Dunkelheit, die dort ebenfalls herrschte, konnte er aber sich davon kein gutes Bild machen. Er zog seinen Rucksack bis zum grossen Fenster und sah hinaus. Dort verhaarte er einige Minuten, reckte sein grosses breites Kreuz über die er seine Pumpgun trug und massierte seine verspannten Schultern. „Dieser verdammte Nebel.“ Er strich sich durch seine kurzgeschorenen dunkelbraunen Haare. Mit seinen müden Augen beobachtete er die Schwingungen des Ascheregens. „Wann wird es wohl heute wieder passieren?“ dachte er angestrengt nach. Marth schulterte seinen Rucksack und wandte sich zum Gehen, als plötzlich die Notausgangsbeleuchtung kurz aufflackerte und eine  Warenschublade aufrollte. Er brachte sich in Angriffstellung, legte eine Hand an seine Glock, die in einem Halfter um seine Hüfte hing und wartete einen Moment. Seine Muskeln waren angespannt, bereit die Waffe zu ziehen. Stille umklammerte ihn. Er horchte hinein und hörte ein ganz leises kurzes Flüstern, dass ihm vom Wind zugetragen wurde und ebenso schnell wieder verschwand wie es kam. Er bewegte sich langsam auf einen Schrank zu, um Schutz zu finden. „Jetzt schon?“ fragte er sich. Er überschaute beide Seiten der grossen Halle. Nichts. Leise schlich er hinüber zur aufgerollten Schublade und musterte sie. Zersplitterte Senfgläser blickten ihm entgegen. Langsam entspannte er sich ein wenig. „Hmm, wohl nur eine Paraphase.“ Er wischte sich den Schweiss von der Stirn und strich seine Hand an seinem schwarzem T-Shirt ab. Ruhig bewegte er sich in Richtung der Rolltreppe. Da es keinen Strom gab, der sie antrieb musste er zu Fuß hinunterlaufen. Er dachte an die Notausgangsbeleuchtung. „Muss ja eine Paraphase gewesen sein.“ versicherte er sich. Auf dem Weg nach unten, kam er an verschiedene Abteilungen vorbei. Zerstörte Fernsehgeräte, vermoderte Notebooks, vergammelte Plüschtiere. Aus den meisten Fugen des Kaufhauses wuchs undefinierbares schwarzes Unkraut. Der Putz an den Wänden war abgeblättert. Im Erdgeschoss angekommen, ging Marth langsamen Schrittes der grossen Haupttür des Kaufhauses entgegen. Einige Glastüren waren zerbrochen, so dass Wind hineinblies und alles mit Asche bedeckt hatte. Marths Weg führte durch die Parfümabteilung. Es roch nach einer Mischung zwischen Männer- und Frauenparfümen. Sein Blick richtete sich auf etwas, was auf dem Boden lag. Er ging auf ein Podest zu und bückte sich. Neben zerbrochenen Parfümflaschen  lag ein fast faustgrosses dreieckiges Stück Stein. Er wog es in der Hand und besah es sich von allen Seiten. „Na was haben wir denn hier?!“ sagte er leise zu sich selber. Ein Symbol war eingraviert, darunter kleine runenartige Zeichen. „Sieht aus wie ein Auge.  Allseeying Eye.“ Witzelte er und steckte es in seine Hosentasche. Als er aufstand ließ er geruhsam seinen Blick schweifen. Nichts weiter von Interesse. Er musste vorsichtig sein. Würde die Comaphase beginnen, wäre er hier schutzlos ausgeliefert. Marth blickte zur Tür. „Bloss weg hier.“ Er tat ein paar Schritte. Plötzlich hörte er hinter seinem Rücken eine Stimme. „Guten Morgen mein Herr, darf ich ihnen noch etwas empfehlen.“ Sagte eine Frauenstimme in einem freundlichen Ton. Marth blieb steif stehen und verkrampfte sich. Ihm stockte der Atem. „Oh…nein.“ Flüsterte er ganz leise in sich hinein. Er blickte neben sich und beobachtete wie die zerbrochenen Parfümflaschen im Zeitraffer rückwärts sich wieder zusammenfügten. Auf das Podest praktisch hochschwebten und wie neu dastanden. Gleichzeitig begann hinter ihm die Beleuchtung anzuspringen und rings um ihn herum erwachte alles zum Leben. Die Splitter der Haupttür sprangen in ihre Fassungen und erneuerten sich zum Tadellosen. Er beobachtete mit wachen Augen, wie die Risse an den Wänden sich zurückbewegten und der Putz sich wieder an die Wände schob. Marth drehte sich vorsichtig um. Eine Verkäuferin stand hinter einem Kassentisch und sah ihn mit einem freundlichen Lächeln an. In einiger Entfernung konnte er die Silhouette einer anderen Person erkennen. Schwärze wuchs aus ihrem Inneren, bis sie langsam Farbe annahm. Ein Mann im braunen Anzug wurde erkennbar. Marth ging langsam rückwärts zur Tür. „Ich wünsche ihnen einen schönen Tag, mein Herr.“ rief die junge Frau ihm zu, als sie sah, dass er sich zum Gehen wandte. Das letzte Wort verwandelte sich in ein Echo und die Verkäuferin erstarrte zu einer leblosen Puppe. Ihre Haut wurde aschfahl. Marth drehte sich um und lief im Eiltempo auf die Tür zu. Ein Mann am Sicherheitsdesk, der sich neben dem Haupteingang befand, folgte ihn mit prüfendem Blick. Marth bemerkte ihn aus dem Augenwinkel. Sah wie seine Haut aschig wurde und seine Augen dunkelschwarz. Schliesslich blieb er so stocksteif stehen. „Scheiß Comaphase! Warum jetzt!“ brüllte Marth beim Entschultern und Anschlagnehmen seiner Pumpgun. Das Äussere des Sicherheitsmannes wurde in seine Mitte gezogen wie in einem schwarzen Loch und begann langsam aber sicher sich aufzulösen. Die Verkäuferin in der Mitte der Halle war bereits schon verschwunden. Als Marth versuchte die Tür zu öffnen musste er mit Bedauern feststellen, dass sie verschlossen war. In der Comaphase war es wahrscheinlich noch zu früh für die Öffnungszeit. Er hämmerte mit seinem Gewehr gegen das Glas. Ein kleiner Riss entstand. Ein Hauch ließ ihn kurz aufhören. Blitzartig drehte er sich um mit der Pumpgun im Anschlag. Ein Ascheschleier zog hinter einer Säule in weiter Ferne vorbei. Da bewegte sich etwas. „Erneuerer?!“ dachte er sich. Er blieb vor der Tür stehen. Es gab nur eine Möglichkeit, wie er heil rauskommen konnte. Die Aufmerksamkeit des Erneuerers auf sich ziehen und die Comaphase beenden. Er wusste zum Glück, wo er sich befand. Auf der rechten Seite der Halle war alles noch wie neu, während auf der linken Seite sich Teile wieder in den Urzustand zurückversetzten, so wie er es kannte. Überall wo der Erneuerer sich aufhielt, wurde alles alt und modrig. Die Parfümflaschen schwebten an den Stellen zu Boden und brachen in Zeitlupe auseinander. Das Aschekraut wuchs an vielen Stellen wieder aus dem Boden. Marth wusste dass er auf der Jagd nach ihm war und Er brauchte ihn. Der Erneuerer hatte schon die meisten Stellen der Halle emphasiert. Mit der Waffe in der Hand versteckte er sich hinter der grossen Säule neben dem Haupteingang. Marth blickte vorsichtig um die Ecke. Da sah er ihn. Eine schwarze grosse Gestalt ragte suchend über eine Vitrine. Seine langen schwarzen Klauen umfassten das Glas und sein schwarzer adlerartiger Kopf ragte gierig suchend darüber hinaus. Marth atmete noch einmal tief durch. Im nächsten Moment sprang er aus der Säule hervor und entlud eine Salve seines Gewehrs auf den Erneuerer. Das alte Glas zersplitterte und die Klaue verwandelte sich in Asche von dem Treffer. „Hier bin ich!“ schrie Marth. „Komm doch du Drecksvieh.“ Der Erneuerer schwebte blitzschnell mit einem lauten Schrei auf ihn zu. Marth reagierte auf dem Fuß und glitt Richtung Tür. Der Erneuerer klatschte gegen die Wand und verwandelte diese mit seiner blossen Berührung zurück. Die Risse kamen flugsartig wieder und der Putz legte sich auf den Boden. Marth zielte mit der Pumpgun auf sein noch halb benommenes Opfer, traf den Kopf. Der Erneuerer schritt langsam auf ihn zu. Seine nicht zerstörte Klauenhand riss sich durch die Wand, hinterließ riesige Kratzspuren und verwandelte gleichtzeitig alles in seiner Umgebung zurück. Schwarzes Aschekraut wuchs aus den Wänden. Aus dem Pfeiler neben ihm brachen in Zeitlupe Teile raus, auf den Boden. Der Erneuerer sackte zusammen und der Boden vor ihm wurde alt und Brüchig. Flugs brach die Wirkung des Todes des Erneuerers herein. Der Emphasenbereich des Erneuerers wurde grösser. Die Glasverkleidung der Haupttür neben Marth bekam heftige Risse und begann langsam zu bersten. Das Glas fiel langsam wieder in seinen Urzustand auf den Boden. Der Sicherheitscounter bekam Risse und das Moos wuchs langsam wieder heraus. Marth ergriff die Gelegenheit und hechtete auf die andere Seite der Glastür. Hinaus in den Aschenebel. Die Deckenlampen erloschen langsam im Kaufhaus. Alles vollführte sich lautlos. Zielsicher bewegte sich Marth in eine Richtung. Weg von dem Kaufhaus. In ein sicheres Versteck. Durch den Aschenebel verschwand seine kräftige Gestalt. Der Erneuerer implodierte und hinterließ nichts als Asche. Das Kaufhaus schien unverändert als Marth es verlassen hatte.  

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Montag, 28. Juni 2010

Kurzgeschichte 1 - Fortsetzung 2
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 23:21

Momentaufnahme
Kapitel 3 - Eine Windboe

 

Der Tag an dem sie wiederkam. Freude ohne Ende in meiner Seele. In meinem Herzen. Ich konnte es kaum erwarten. Der Zug fuhr ein. Sie stieg aus. Nach langem Warten ging ich zu Ihr, und umarmte sie. Endlich. Den Tag verbrachten wir bei ihr. „Freust du mich wirklich, mich zu sehen?“ fragt sie. Aber selbstverständlich, warum fragst du?“ „Es kommt mir nicht so vor.“ Sagte sie. „Aber natürlich freue ich mich, das bildest du dir nur ein.“ Selbstverständlich habe ich mich sehr gefreut, mehr sogar als ich beschreiben kann. Aber ich war mir nicht sicher, ob sie es ernst meinte. Dabei sollte mich doch nichts verunsichern. Die nächste Zeit sprach ihre eigene Sprache. Sie verstand es immer wieder mit Kleinigkeiten mich glücklich zu machen und ich wurde mir wieder selbstsicherer. Niemand sonst verstand mich so gut wie sie. Wir verbrachten mehr Zeit miteinander. Ich war immer bei Familienfeiern dabei, verbrachte öfter die Nacht bei ihr. Sie erzählte mir alles über sich. Dass sie jemanden heimlich liebte, aber diese Liebe zerbrach. Was sie gern mochte, was sich nicht leiden konnte. Wir kannten uns. Als Weihnachten vor der Tür stand wollte ich ihr Ringe schenken. Paarringe, welche unsere Verbundenheit symbolisieren sollten. Doch ich hatte nicht genug Zeit gefunden. Nicht mal ihre Ringgrösse wusste ich zu der Zeit. Dann kam der Tag. „Diesen Bären schenk ich dir, weil du ihn so niedlich fandest.“ Sagte sie und gab mir einen hellbraunen Kuschelbären mit Schlafanzug in die Hand. „Oh, das ist echt süß von dir.“ Erwiderte ich und nahm ihr Geschenk voller Freude an. Er würde von jetzt an immer mein Schlaf begleiten, wenn ich allein zu Hause schlief. Als schliesslich im Frühjahr ihr Geburtstag war, schenkte ich ihr zu ihrem einundzwanzigsten einen Blumenstrauss mit zwanzig blauen Rosen und einer einzelnen roten Rose als Zeichen meiner Liebe. Ihr Innerstes sah ich Leuchten als sie den Strauss entgegennahm. Sie konnte es nicht so zeigen wie sie wollte. Dennoch wusste ich, die Freude in ihrer Seele zu erkennen, war mir aber dennoch nicht sicher, ob meiner Unerfahrenheit der jungen Jahre. Ich stellte mir immer wieder Fragen, ob ich sie zu sehr einengte oder sie nicht zufrieden mit mir war. Die Angst, nicht genug zu sein, schwebte immer wieder in meinen Gedanken. Trotzdem verstand sie es immer wieder, dies zu verdrängen, indem sie mir öfter bewies wie wichtig ich ihr war mit kleinen Geschenken. Mit der Zeit wurde alles allerdings immer weniger und irgendwann bemerkte ich Veränderungen. Wir teilten unser Glück sehr gerne, aber irgendwann sah ich auch, dass sie die Herzhälfte nicht mehr trug, die ich ihr geschenkt hatte.

Meine Gedanken trugen sich fort. Warum und wieso war das so? Meine Ängste bestätigten sich an dem einen Abend. Sie hatte jemanden im Internet kennengelernt, zu dem sie sich hingezogen fühlte. Sie schrieb mir einen Brief über eine Änderung. Eine Änderung in ihrem Leben. Ich begrub meine Gedanken… wie konnte das sein. Ich suche heute noch nach dem Fehler, es war keiner vorhanden für meine Verhältnisse. Daraufhin stürzte ich mich in Arbeit um meine Frust zu stillen. Es funktionierte teilweise. Ich konnte sie nicht vergessen, versuchte sie zu hassen. Alles gegen mich. Wind schlägt eine Boe in mein Leben.

 

Fortsetzung folgt...

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Donnerstag, 18. Februar 2010

Kurzgeschichte 1 - Fortsetzung
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 14:06

Momentaufnahme
Kapitel 2 - Die Ruhe, die du mir gabst

Das Foto war zu Asche geworden. Nichts war übriggeblieben. Gedankenverloren schaue ich auf die Stelle und erinnere mich. Gedanken rasen, zurück in die Zeit, zurück an den Ort. Als wir beisammen waren, als wir uns nah waren. Ich stehe vor ihrer Schule, wartend, auf ihre Ankunft. Nervös schreite ich umher. „Gleich ist es soweit.“ Bemerkte ich mit unverhohlenem Blick auf meine Uhr. Weitere Minuten vergehen. Es klingelt zum Ende der Stunde. Schüler sausen an mir vorbei, ohne mich bemerkt zu haben. Sie kommt. Allein ihre Anwesenheit lässt mein Atem stillstehen. Sie lächelt. Auf dem Weg zu ihr reden wir. „Deine Eltern wissen doch schon Bescheid, oder?“ fragte ich. „Ja, sie freuen sich. Und ich mich auch“ Ich schaue glücklich drein. „Sag, meine Liebe, was ist eigentlich deine Lieblingsblume?“ Sie überlegt eine Weile. „Nun, ich denke blaue Rosen mag ich am liebsten.“ Wir laufen eine Zeitlang. „Blaue Rosen, hmm, die sind selten.“ Ihr Blick verweilt geradeaus, als sie antwortet. „Ja, das stimmt.“ Meine Gedanken schossen hin und her. Bisher hatte ich das noch nie erlebt. Wir hatten einen schönen Tag zusammen und zum Abschied umarmten wir uns und küssten uns länger und inniger. Die folgenden Tage wurden immer schöner. Als der Valentinstag näher rückte, wollte ich ihr ein Geschenk machen. Ein Zeichen unserer Liebe. An einem Tag fragte ich sie. „Was wäre denn ein schönes Geschenk für dich?“ „Also, ich finde es total wundervoll, wenn man mir ein Herz schenken würde. Eins das ich immer bei mir haben kann. Wenn ich allein bin.“  Nach kurzer Überlegung, kommt mir der entscheidende Gedanke. „Aber du hast doch schon mein Herz!?“ sage ich zu ihr. „Ja, du hast recht. Ich Dummerchen.“ Sie lächelte. Als der Tag kam, gab ich ihr mein Geschenk. Ein Herz an einer Kette. Doch dieses Herz war anders. Man konnte es teilen und jeder erhielt eine Hälfte mit einer Kette. „Nun hat jeder ein Teil des Herzens des Anderen und nur zusammen ist es komplett.“ Lächelte ich freudig. Man konnte es ihr nicht direkt ansehen, dass sie sich freute, aber im Grunde ihrer Seele sah ich wie glücklich sie war. Die Tage vergingen und mittlerweile übernachtete ich auch öfter bei ihr. Ich fühlte mich unbeschwert und frei. Ohne sie war ich nur ein halber Mensch. Ich spürte, dass auch sie glücklich war. Eines Tages aber im Sommer verreiste sie mit ihren Eltern. Ich konnte nicht mitgehen. Am Bahnhof verabschiedeten wir uns. „Sei nicht traurig, es ist doch nur für zwei Wochen. Dann bin ich wieder ganz da.“ Beruhigte sie mich. „Ja ich weiß, aber ich werde dich vermissen.“  Wir umarmen uns und küssen uns. Als sie in den Zug steigt, warte ich auf die Abfahrt. Sie erscheint am letzten Abteil und legt ihre Hand an das Fenster. Ich lege meine ebenso hinan. Der Zug fährt ab. Sie winkt mir und ich winke ihr. Das erste Mal, dass wir solange getrennt waren. Ich fasste mir Mut. „Es sind ja bloß zwei Wochen.“ Nach 3 Tagen kam ihr Brief, in Form einer Flaschenpost. Ich war überglücklich. Sie schrieb mir, dass sie mich sehr vermisse und ich nicht traurig sein solle. Es wäre noch Platz übergewesen, und dass alle das nicht gewusst hätten. Ich hätte also doch mitkommen können. Wie gern sie den dortigen Sonnenuntergang mit mir genossen hätte. Aber es wäre ja nicht mehr so lange und dass sie mit niemandem so glücklich war wie mit mir. Sie glaube hundertprozentig den Mann ihres Lebens gefunden zu haben, den sie auch einmal heiraten werde. Diese Nachricht machte mich so glücklich, dass ich hätte weinen können und die restlichen Tage gar nicht mehr abwarten konnte. Aber ich musste. Die Zeit lief. Weiter und Weiter. Das Leben nahm seinen Lauf. Der Weg klar und deutlich.  In dieser Zeit überlegte ich. Wie konnte es sein, dass mich das Glück heimsuchte, dass ich so etwas jemals erleben konnte. Ich stellte es nicht in Frage.

 

Fortsetzung folgt...

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Freitag, 12. Februar 2010

Kurzgeschichte 2
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 13:22

Allein

Kapitel 1 - Traum oder Realität?


Langsam griff Nathan nach dem piepend, lärmenden Wecker. Vier Uhr las er. „Zeit aufzustehen“, in einem müden Ton murmelnd hievte er sich aus dem Bett, das er gerne noch länger in seinem mollig warmen Zustand genutzt hätte. Im Badezimmer angekommen, putzte er sich lustlos die Zähne. Er hatte es satt so früh aufzustehen. Satt den ganzen Tag nur  in der Lobby eines Hotels stehend, als Sicherheitskraft seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Mit einem heißen Kaffee, las er noch seine E-mails bevor er sich in seinen Anzug kämpfte. Nichts Neues. Den Schlips im Spiegel fertig gebunden, sah er sich noch einmal in die Augen, bevor er sich auf dem Weg machte. „Ich muss mir echt einen besseren Job suchen“, griff er sein Spiegelbild anklagend an. Ein kalter Tag in Berlin. Nathan schnürte seinen dicken Schal enger. Kein Mensch auf den Straßen. Als er den Bus betrat, war er froh, dass dieser beheizt war. Nur wenige Leute benutzten die Fahrgelegenheit um diese Uhrzeit. Nathan verpasste fast seine Umsteigemöglichkeit in die U-Bahn, da die Busheizung ihn in einen Halbschlummer versetzte. Ein paar stiegen mit ihm aus und liefen ebenfalls den kurzen Fußweg. Er nahm ihre halbwegs nur ihre Silhouetten war in der Dunkelheit, als er mit Laufen beschäftigt war. „6 Minuten“ dachte er in sich hinein. Die Zeit, die die Bahn brauchte um einzufahren. In dieser Zeit musterte er sein Umfeld und dachte über die wenigen Menschen nach, die ebenfalls in dieser Frühe ihren Weg einschlugen. Was wohl ihr Beweggrund war, so früh auf den Beinen zu sein? Nathan stieg zusammen mit einer jungen Frau und einem Herrn mittleren Alters in die Bahn ein, als diese eingefahren war. Plötzlich überkam ihn eine kurze Benommenheit, die sich alsbald wieder legte, nachdem er seinen Sitzplatz eingenommen hatte. Müdigkeit überkam ihn wieder. Nathan schloss kurz seine Augen, nach zwei Haltestellen, um sich etwas zu entspannen. Der Weg zur Arbeit konnte gar nicht lange genug dauern. Fast schlafend hörte er die Stimme der Ansage, welche angab, dass es nicht mehr weit bis zu seiner Arbeit sei. In einem Augenaufschlag bemerkte er die Frau, ihm gegenübersitzend. Abermals schloss er seine Augen. Als die Ansage für die nächste Station ihn aus dem Halbschlaf weckte, bemerkte er die Abwesenheit der jungen Frau. Als einen Traum abgebend, gab Nathan sich abermals des Halbschlafs hin. Die glockige Stimme der Ansage hörend, dass seine Ausstiegsstation gekommen war, besann er sich und schritt auf die Ausgangstür zu. Wachsamkeit überkam ihn und er bemerkte, dass er ganz alleine in der Bahn war. „Schon wohl alle vor mir ausgestiegen.“ Besann er sich, nicht weiter wundernd. Plötzlich fühlte er sich sehr wach und schritt seinen Weg zur Arbeit. Angekommen, endlich. Nathan klingelte an der Personaleingangstür – niemand machte auf. „Jetzt komm schon, mach auf.“ Er klingelte abermals. Keine Regung. Nathan dachte nach. „Was machen die denn?“ Endlich der Summer. Er riss erbost die Tür auf. „Pennen die, oder was?“ Er schritt die Treppen hinab. Unten angekommen, brach er die Stille in der Sicherheitszentrale. „Hey, warum braucht ihr solange? Es ist halb sechs!“ „Sorry Nathan, da war noch ein Aufbauer und ich hab das Klingeln nicht gleich gehört.“ gab der Sicherheitsbeamte Marc an. „Na gut. Macht ja nichts.“ Meinte Nathan beschwichtigend. Er begab sich in die Zentrale. „Heute ist eine große Veranstaltung, Nathan. Da werden viele VIP`s rumlaufen.“ Ja, gut.“ Gab als Egalität hinzu. „Ich werde erst mal einen Kaffee trinken gehen.“  Er hatte schließlich noch eine halbe Stunde Zeit seinen Dienst anzutreten. Auf seinem Weg zur Kantine bemerkte er nicht, dass kein Mitarbeiter anwesend war. „Ist wohl noch zu früh.“  In der Kantine nahm er sich einen Kaffee. Ein Nachtreiniger war anwesend. Er grüßte ihn. Als er seinen Kaffee ausgetrunken hatte, beschritt er die Kantine und der Mann der als Reiniger tätig war, der hinter dem großen Tresen die ganze Zeit nicht zu sehen war, war verschwunden. Nathan wunderte sich. „Ich hab ihn doch gar nicht rausgehen sehen?“  Als er in der Sicherheitszentrale ankam, nahm er sich sein Funkgerät. Er sah Marc eine kurze Weile an. „Weißt du Marc…“ fing er an. „Ja? Was…?“ und drehte sich in seinem Bürosessel zu ihm um. „Ach, schon gut.“ Sagte Nathan und begab sich auf seinen Weg in die Lobby. Der Mitarbeiter den er ablöste, sah ihn komisch an. „Irgendwas wird heute geschehen“ gab er mysteriös an und begab sich in die Umkleide. Nathan sah ihm nach, wie er seine Jacke anzog und im Halbdunkel  verschwand. Nathan dachte sich nicht viel dabei und begann seinen Dienst in der Lobby des Hotels. Eine Stunde verstrich ohne Zwischenfälle. Der Rezeptionist blieb eine Stunde, bis…

Er sich in das Büro begab. Nathan dachte, „Naja wieder geht er rein. Mal schauen wann er wieder rauskommt.“ In seiner Müdigkeit bemerkte er nicht die Zeit. Als er auf seine Uhr sah, war es schon sieben Uhr. „Hmm, komisch, schon eine Stunde ist er drin. Und um halb sieben sollte der Doorman kommen.“ Er beschloss nachzusehen. Was er entdeckte, bereitete ihm noch mehr Fragen. Das gesamte hintere Büro war leer. Kein Mensch weit und breit. Nathan blickte sich um. Ein Geräusch. Von draußen. Er riss die Tür auf. Der Doorman. Er ging an ihm vorbei, durch die Tür zum Gepäcklager.

„Guten Morgen. Ich muss zum Morgenmeeting.“  Nathan bemerkte einen Staubschleier hinter ihm. In vollkommener Panik folgte er durch dir Tür. Da war nichts. Nicht ein Anschein eines Menschen. Ihm überkam eine Panik. Er war völlig allein in der Lobby. Plötzlich ein Rauschen. Natürlich, das Funkgerät. Er Funkte durch. „Lima Lobby an Lima Zentrale.“ Keine Antwort. Abermals „Lima Lobby an Lima Zentrale!“ Unverständliche Worte drangen durch das Gerät. Nathan überlegte. Überlegte schnell. Kein Mensch in der Lobby, was ist daran falsch. Er nahm die Treppe. An der Zentrale angekommen, überwand ihn die Verwunderung. Marc war verschwunden. Sein Funkgerät stand auf dem Tisch. Wie konnte das sein. Die Zentrale ist vierundzwanzig Stunden besetzt. Es klingelte. Die Klingel zur Tür der Personaleeingangstür. Nathan begab sich in die leere Zentrale und schaute auf die Kamera. Niemand war zu sehen. Es fröstelte ihn bei dem Anblick. Er drückte den Öffnungstaster. Man hörte jemanden die Treppen runterkommen. Die Tür öffnete sich. Nathan schreckte zusammen. Ein Koch meldete sich. „Guten Morgen!“ rief er. Nathan sah unter dem leeren Schreibtisch hervor. Der Koch lief weiter in Richtung der Umkleidungsräume. Als Nathan aus der Zentrale trat, sah er noch einen schwarzen Rauschschatten des Kochs. Er glaubte seinen Augen kaum. Er folgte ihm in den Umkleidungsraum, doch da war niemand. Nathan bekam Panik. Panik, die ihn selten überkam. Er rannte den Gang hinauf, rannte die Treppen hoch. Es war zehn Uhr Dreißig. Fast 3 Stunden waren vergangen als er sich nach unten in die Zentrale begab. Niemand zu sehen. Menschenleer. Nathan ging langsam vor. Da war niemand. Vorsichtig pirschte er in die Lobby und sah sich nach allen Seiten um. Ein Geräusch, da war jemand. Es klang so, als ob jemand telefonierte. Nathan ging an der  großen Wendeltreppe, die zu den Ballsälen führte. Da stand der Concierge Thomas hinter seinem Tresen und telefonierte. Im ersten Augenblick erleichtert, schritt er auf ihn zu. In diesem Moment beendete Thomas sein Gespräch. „Guten Morgen Thomas. Sag mal wo sind denn alle?“ ihm die Hand zur Begrüßung entgegen reichend. „Guten Morgen. Was meinst du denn damit, wo alle sind, Nathan?“ „Naja, irgendwie ist niemand hier außer uns beiden, oder?“ entgegnete er beschwichtigend. „Kann doch nicht sein. Ich kam gerade aus dem Morgenmeeting. Da klingelte das Telefon und ein Gast hatte eine Frage. Aber – irgendwie kann ich mich auch nicht mehr erinnern, was es war.“ Meinte Thomas. „Aus dem Morgenmeeting? Aber das ist doch immer um Acht Uhr vorbei. Das war vor zwei Stunden!?“ bemerkte Nathan verwundert. Der Concierge blickte ihn wortlos an. „Thomas, wo sind alle? Was hat das zu bedeuten?“ Eine Tür klackte auf der gegenüberliegenden Seite. Eine Mitarbeiterin betrat den Bereich hinter der Rezeption und machte sich an ihre Aufgaben. Nathan hatte sich ihr zugewandt. Als er sich wieder umdrehte, war Thomas auf einmal verschwunden. Suchend schaute er nach allen Seiten. Keiner da. Er sah zur Rezeption. Die Dame war noch immer da. Nathan bekam es mit der Angst zu tun. Langsam überkam ihn das Gefühl, verrückt zu werden. Energisch schritt er auf die Rezeption mit der sich dahinter befindlichen Mitarbeiterin zu. Auf halben Weg konnte er noch ihr Gesicht erkennen. Es war Maria, die immer in der Nachtschicht arbeitete. Doch in diesem Moment, begann plötzlich ihr Äußeres Aschegrau zu werden. Er hielt inne. Von der Mitte ihres Körpers, weitete es sich langsam aus. Sie schien davon nichts zu bemerken. Nathan sah panisch von der Mitte der Lobby zu, wie ihr Körper sich in eine beweglose Ascheskulptur verwandelte. Schließlich implodierte die Skulptur und gab dabei nicht einen Laut von sich. Nur einen Windhauch konnte er spüren. Nichts blieb übrig. Nathan konnte seinen Augen nicht trauen. War er jetzt wirklich verrückt geworden? Schnellen Schrittes verließ er das Hotel durch die große Eingangstür. Draußen angekommen, bemerkte er, dass es schneite. Er sah gen Himmel und wunderte sich über die Flocken. Eine fing er auf und verschloss sie in seiner Faust. Sie war gar nicht kalt. Er öffnete seine Hand und was er sah ließ ihn erzittern. Es war kein Schnee. Überall fielen dicke Ascheflocken. Nathan wurde schwindelig. „Was geht hier vor?“ Er ließ seinen Blick über den Platz wandern. Durch den Aschefall war die Sicht behindert, als er einen eigenartigen Nebel hervorrief. Er bemerkte Silhouetten stehender Autos in der Ferne. Mitten auf der Straße. Nach kurzer Überlegung, was er machen sollte, ging er los. Mitten in den Aschenebel hinein, von dem er langsam verschluckt wurde.  

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Montag, 01. Februar 2010

Kurzgeschichte 1
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 01:13

Momentaufnahme

Kapitel 1 - Der Anfang


Das Bild. Das Foto. Ihr Passbild. Ich spüre den Moment, wie es mir aus den Händen gleitet. Es war unbeabsichtigt. Sehe wie sich die Ränder schwarz färben, es sich biegt und sich in ein Häufchen Asche verwandelt. Wie das Feuer es auffrisst, ja förmlich zerreißt. In einem einzigen Moment sehe ich die ganze Geschichte in meinem Auge, in meinen Gedanken. Ich habe es fallen lassen. In diesem einen Moment dreht sich die Zeit zurück. Zurück an den ersten Tag. Ich sehe sie, so wie sie war - so wie sie ist. Es ist ihr Geburtstag, und zwar ihr Zwanzigster. Ich freute mich mal wieder eingeladen zu sein. All ihre Freunde waren anwesend. All ihre Freunde waren anwesend. Die meisten aus ihrer Abiturklasse. Es gab ein Menü und Kuchen. Musik und Tanzen – Sie nimmt sich eine Suppe in der Küche und stellt sich neben mich. „Das Teil ist scharf“ meint sie zu mir. In diesem Moment erscheint einer ihrer Freundinnen im Zwischenflur. „Was? Geiles Schaf?“ fragt sie. Alle lachen. „Das Teil ist scharf“ stellt sie richtig. Der Abend ist lustig. Lachen, Spiele spielen. Später tanzen bei lauter Musik im umdekorierten Schlafzimmer. Schmusesongs werden gespielt zu noch späterer Zeit. Ein Mädchen mit der ich tanzte gibt den Tanz ab, leitet ihn weiter. An Sie, an die Eine. Ich tanze mit ihr. Arm in Arm. Es ist mein erster Soft-Song mit einem Mädchen, tanzend. Ich spürte schon immer die Nähe, seitdem wir uns kennen. Diesmal ist es näher, viel näher. Ich fühle mich anders. Spüre was schon immer da war, die Nähe. Dieser Moment hatte alles bisher Dagewesene bestätigt. Wir kannten uns schon so lange, seit der Grundschulzeit. Es war immer da gewesen, doch bis zu diesem Augenblick wusste ich es nicht einzuordnen. Wie auch dann. Dieses leichte Gefühl, so ganz anders. Dieser Moment würde meinen Weg neu beschreiben. Es war vorbei, das Lied. „Mir ist so warm.“, sagt sie und zupfte an ihren Kleidern. „Vielleicht sollten wir erst mal ausruhen.“ entgegne ich. Der Abend ging noch lange. Ihre Mutter redet mit 2 Gästen über Dieses und Jenes an einem Stehtisch. Ich sitze auf einem Wäschekorb und sie sitzt neben mir. Ihr Arm hinter meinem Rücken. Unauffällig. Unnahbar. Ich dachte „Was hat das zu bedeuten?“  Die Party ist vorbei, wir werden verabschiedet. Ich umarme sie, bedanke mich. Für die Einladung. Mein Weg nach Hause. Gedanken. Der Tag danach verstreicht bis zum Abend, ein Sonntag. Wir schreiben per SMS. Normale Dinge. „Der Abend war schön.“, „Schön dass du da warst.“ – bis… sie fragte was ich denke. Ich überlegte kurz und gab ihr die Antwort. „Ich denke ich hab mich ein bisschen in dich verliebt. – es verging eine Weile, bis die Antwort kam. Gefühle wurden erwidert, brachten Emotionen hervor, gaben dem Herz einen leichten Stoß. Wir schrieben noch länger. Ich holte sie am übernächsten Tag von der Schule ab und verbrachte den Tag bei ihr zu Hause. Ihr Arm war wieder da. Hinter meinem Rücken. Ich tat es ihr gleich. Abends brachte sie mich zu meiner Haltestelle. Wir warteten auf den Bus und Ich sah auf den Plan. „Er kommt in zehn Minuten“ sagte ich zu ihr. Sie nickt mit dem Kopf. Ich sehe sie an. Lächle und nehme ihre Hand. Wir reden. Reden über ihre Schule. Über andere verschiedene Sachen. In meinen Gedanken kreist ihre Schönheit. Wir sehen den Bus, wie er an der roten Ampel eine Straße vorher hält. Ich sehe sie an, lege meine Arm um sie. Sage etwas. „Und jetzt?“ Stille. Sie schaut mich an. „Und jetzt?“ fragt sie lächelnd das gleiche. „…muss ich dich küssen.“ beendete ich. „Dann tu das doch.“ Ich sah nie ein fröhlicheres Gesicht. Wir küssten uns innig. Solang wie es die Zeit erlaubte. Der Wind wehte.

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Mittwoch, 27. Januar 2010

Storyboard
Von Unbekannt (Mitgliedschaft beendet), 19:56


Hier werde ich ein paar meiner Kurzgeschichten einstellen.

Manche haben auch einen besonderen Hintergrund. :)

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